Kiel - Spitzbergen - Kiel 2026 21 Tage

26.07.2026

Es zieht uns einmal wieder in den Norden nach Kiel. Dort werden wir in See stechen. Trotz des frühen Aufbrechens an einem Sonntag ist das Verkehrsaufkommen sehr hoch. Uns begleiten auf der gesamten Strecke unzählige Fahrzeuge mit W.O.A. (Wacken Open Air) auf der Heckscheibe. Diese sind zum heute eröffneten Camp Gelände unterwegs. Wir wünschen wir viel Spaß bei diesem Dauerregen. Um 16:30 Uhr haben wir unser Tagesziel erreicht und checken im Hotel ein.

27.07.2026

Nach dem umfangreichen Frühstück machen wir uns auf zum Ostseekai 27 dem Port of Kiel. Dort liegt unser schwimmendes Hotel die Mein Schiff 7 bereits am Kai. Trotz unserem frühen Check In um 10:30 Uhr läuft nichts wie erwartet. Die Kabine wird erst sehr spät bereitgestellt, ganz zu schweigen von unserem Gepäck, welches wir erst nach dem Ablegen um 22:00 Uhr vor der Kabinentür vorfinden. Auf der Fahrt nach Bergen begegnen wir der Yacht des norwegischen Königshauses und erleben einen stimmungsvollen Sonnenuntergang. Highlight des Tages ist das Abendessen beim Italiener im Heck des Schiffes und die nächtliche Durchfahrt unter der Storebælt Brücke.

28.07.2026

Wir genießen unseren ersten Seetag bei Sonnenschein und sommerlichen Außentemperaturen. Getrübt wird das all inclusive Motto durch die regelmäßigen Durchsagen des Kreuzfahrtdirektors, die das Format einer Dauerwerbesendung haben. Das Cafe Central ist die absolute Empfehlung an Bord mit seinen, was sollte man anders erwarten, österreichischen Kaffeespezialitäten.

29.07.2026

Am frühen Morgen machen wir am Pier von Bergen fest, mit der Besonderheit, dass wir hier mit Landstrom versorgt werden. Unser erstes Ziel ist der 867 Meter hohe Berg Ulriken. Dieser soll bei schönem Wetter eine großartige Aussicht bereit halten. Leider erwartet uns oben typisches Bergen Wetter mit Nebel und Regen. Auf unserem Weg ins historische Zentrum kommen wir an einem Baum mit Tauben vorbei, welcher uns an einen Hafen in der Karibik erinnert, dort waren es jedoch Papageien, die im Baum saßen. Über den historischen Fischmarkt gelangen wir nach Bryggen, dem alten Handelsviertel von Bergen. Uns fällt eine bisher nicht gesehene Besonderheit auf, ein unterirdisches Parkhaus mit einer Einfahrthöhe von 3,1 Meter, genau passend für unseren kleinen Schwarzen. Auf dem Rückweg zum Schiff passieren wir einige Yachten mit imposanten Abmessungen. Wir verlassen Bergen mit Ziel Geiranger Fjord und passieren die Askøy Brücke mit einem Abstand von 1,5 Meter in der Höhe.

30.07.2026

In den frühen Morgenstunden erreichen wir den Geiranger Fjord und erleben eine mystische nebelige Passage. Angekommen in Geiranger legen wir am schwimmenden Skywalk an, im Gegensatz zu der uns vorausfahrenden Viking, welche vor Anker liegt und für Ihre Landgänge tendern muss. Über unzählige Stufen kommen wir zu einem Wasserfall mit schönem Ausblick auf den Fjord und nutzen die Gelegenheit zum Geocachen. Heute gilt für uns nicht alle Mann an Bord, denn wir folgen der Mein Schiff 7 mit dem RIB Boot. Auf der abenteuerlichen Fahrt passieren wir eine Felsformation mit einem Gesicht sowie den berühmten Wasserfall die sieben Schwestern. In Hellesylt gehen wir wieder an Bord unseres Kreuzers.

31.07.2026

Am Seetag auf der Passage nach Honningsvag, passieren wir den nördlichen Polarkreis und werden von Neptun und seinem Gefolge in Empfang genommen und mit einigen "Leckereien" verwöhnt. 

01.08.2026

Um 15:00 Uhr passieren wir das Nordkap entgegen aller Wettervorhersagen bei wunderbarem Sonnenschein mit wenig Wind. Nach dem Festmachen in Honningsvag machen wir uns sofort auf zum Nordkap Plateau und nutzen das traumhafte Wetter für Fotos sowie Geochaches. Beim Verlassen entdecken wir eine Gruppe historischer LKWs aus den Niederlanden und Belgien auf dem Parkplatz. Nach dem Rückweg und einer kurzen Stärkung erkunden wir noch eine Anhöhe mit Blick auf "Unser Schiff". Da es aktuell keinen Sonnenuntergang gibt, endet der Tag für uns unbemerkt nach 02:00 Uhr.

02.08.2026

Weiter geht die Reise nach Longyearbyen auf Spitzbergen bei diesigstem Wetter mit einer Sicht von nur einer Meile und spürbarem Seegang. Dieser macht den Tangokurs auf Deck 14 noch etwas anspruchsvoller. Den Abend lassen wir im Hideki bei asiatischem Speisen ausklingen.

03.08.2026

Longyearbyen empfängt uns mit 14°C und Sonnenschein, was für die nördlichste dauerhaft bewohnte Stadt aussergewönlich ist. Nach der Erkundung des kleinen vom Bergbau geprägten Ortes brechen wir auf zur Svalbard Husky Farm. Mit dem nötigen Equipement ausgestattet und einer kurzen Einweisung startet unser Abenteuer Hundeschlittenfahrt auf Rädern. Es ist sehr beeindruckend, welche Kraft das fünfer Gespann hat, ohne permanentes Bremsen ist dieses nicht im Zaum zu halten. Zum Abschluß des Tages besteigen wir den 312 m hohen Blomsterdalshøgda. Von oben hat man einen schönen Weitblick auf zwei Häfen, den Flughafen und den Schiffshafen von Longyearbyen. Auf dem Rückweg zum Schiff kommen wir noch am weltgrößten Saatgutspeicher vorbei.

04.08.2026 - 05.08.2026

Die beiden Seetage bei sehr wechselhaftem Wetter nutzen wir zur Erholung und Verarbeitung der bisherigen Erlebnisse. Am frühen Morgen des zweiten Seetages passieren wir Jan Mayen, eine 373 km² große unbewohnte norwegische Vulkaninsel im Arktischen Ozean.

06.08.2026

Früh am Morgen laufen wir im Hafen von Akureyri ein. Nach Freigabe des Schiffes starten wir die Erkundung der einstigen Handelsstadt im Norden Islands. Am Nachmittag statten wir dem Godafoss Wasserfall einen Besuch ab und auf dem Rückweg durchstreifen wir noch den Botanischen Garten von Akureyri. Bei der Ausfahrt aus dem Eyjafjördur Fjord passieren wir das aktuelle "Traumschiff" die DEUTSCHLAND welche 1998 mit einer Länge von 175 m in Kiel vom Stapel lief.

07.08.2026 - 08.08.2026

In Reykjavik liegen wir anders als angegeben im Containerhafen und nicht im Kreuzfahrthafen am Kai. Nicht nur die unbefriedigende Aussicht, sondern die Tatsache nicht wie gewohnt von Bord gehen zu können, trüben die Ankunft in Reykjavik. Nach einer immensen Verzögerung können wir das Schiff erst gegen 16:00 Uhr verlassen und nicht wie geplant um 13:30 Uhr. Unsere geplatzte Erkundung mit dem Geländewagen droht nun komplett in Wasser zu fallen, welches auch gleichzeitig in großen Mengen vom Himmel fällt. Um das Beste aus der Situation zu machen, entscheiden wir doch unser ursprüngliches Ziel anzusteuern und dort ein Hotel für die Nacht zu nehmen. Belohnt werden wir am nächsten Morgen von sonnigem Wetter und nahezuer Windstille. Der seit Jahren aufzusuchende Geoache rückt nun in erreichbare Nähe und ist über eine 4,6 km lange Wanderung über ein Aschefeld zu erreichen. Um 9:00 Uhr treffen wir bei dem Wrack der DC10 ein und signieren das lang ersehnte Logbuch. Auf dem Rückweg nach Reykjavik kommen wir am Ausbruchgebiet des Eyjafjallajökull von 2010 vorbei, sowie Selfoss mit seiner idylischen Altstadt. Wir unternehmen noch einen kurzen Abstecher zum Geotermie Kraftwerk, bevor wir nach Rückgabe des Jimnys und einem kurzen Fußmarsch via Tenderboot zurück an Bord der Mein Schiff 7 gelangen.

09.08.2026 - 11.08.2026

Die drei Seetage bieten alles, was man erwarten kann, Sonne, Wind mit einer Stärke von 5 auf der Beaufortskala mit Wellen von 4 Metern und beeindruckende Sonnenuntergänge. Wir genießen die entspannte Zeit an Bord, ohne auf viele Passagiere zu treffen, denen diese Überfahrt wohl nicht ganz so gefällt wie uns.

12.08.2026

Letztes Ziel dieser Reise ist Kopenhagen, unser Liegeplatz am Langeliniekaj liegt in unmittelbarer Nahe zur kleinen Meerjungfrau. Die Stadt präsentiert sich von seiner schönen sonnigen Seite, anders als bei unserem Besuch im letzten Jahr, wo uns regelmäßig Regenschauer heimsuchten. Wir verlasssen um 17:00 Uhr den Hafen mit Ziel Kiel und genießen unseren letzten Sonnenuntergang dieser Reise auf See.

13.08.2026 - 14.08.2026

In den frühen Morgenstunden erreichen wir den Kreuzfahrthafen von Kiel. Nach dem letzten ausgiebigen Frühstück verlassen wir unser Domizil der letzten 18 Tage mit gemischten Gefühlen. Nach kurzem Transfer zu unserer Ausgangsbasis, erkunden wir die Kiellinie und finden unseren 5000 Cache direkt an der Hafenpromenade. Den zweiten Tag verbringen wir im Maritimen Viertel von Kiel und der Schleuse zum Nord-Ostsee-Kanal.

15.08.2026

Nach den sehr entspannenden letzten zwei Tagen treten wir nun unsere Heimreise mit unserem Landfahrzeug an.